Wenn mich jemand anruft und fragt, was eine Website kostet, sag ich als Erstes: „Ja, dann schauen wir mal, wat du brauchst.“ Weil's genau daran hängt. Die Seite für einen Coach, der gerade startet, ist ein anderes Projekt als die Website für einen Betrieb mit fünf Leistungen. Den Preis macht die Arbeit, die drinsteckt: wie viele Seiten, wer die Texte schreibt, ob's schon ein Logo gibt, ob du später selbst was ändern willst.
Damit du trotzdem eine Hausnummer hast: Bei mir fängt ein Onepager bei 2.900 € an, eine Firmenwebsite mit bis zu 5 Seiten bei 4.900 €. Alle Preise sind Endpreise. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Ob du dazu Homepage sagst oder Website, ist übrigens egal. Am Preis ändert das Wort nix.
Wenn du direkt rechnen willst: Der Kostenrechner zeigt dir in ein paar Klicks deine Spanne.
„Puh, das ist aber viel Geld.“
Den Satz hab ich schon gehört, und ich versteh ihn. Ein paar tausend Euro für etwas, das man nicht anfassen kann, fühlen sich erst mal nach viel an.
Ich seh's so: Eine Website ist eine Investition. Ein Dachdecker kauft sich einen Transporter, weil er sonst kein Material auf die Baustelle kriegt. Ohne den Wagen verdient er kein Geld. Mit deiner Website ist es genauso. Sie ist das Werkzeug, über das neue Kunden dich finden und bei dir anfragen.
Rechne es mal andersrum: Eine Website kann 12.000 Euro kosten und dir in einem halben Jahr 30.000 Euro einbringen. Kann. Ich kann dir das Werkzeug geben, mit dem du Geld verdienst. Was du damit machst, liegt am Ende bei dir, und versprechen kann dir so eine Rechnung keiner.
Meine eigenen Preise hab ich mir am Markt angeschaut. Und ich hab durchgerechnet, was eine Seite meinen Kunden bringen kann. Am Ende zählt der Nutzen, nicht das hübsche Pixelgerüst.
Wofür du eigentlich zahlst
Bei einer Website denken die meisten ans Bauen. Am meisten Zeit frisst bei mir aber was anderes: das Konzept und die Art Direction. Rausfinden, wer du bist und wo du hinwillst. Deinen Charakter zu fassen kriegen. Und dann deine Inhalte so aufteilen, dass sie Sinn ergeben: Was kommt auf welche Seite, was steht ganz oben, was kann weg?
Manchmal heißt das auch, dass ich mich in dein Thema einarbeite. Bei Christoph Brünnet, einem Energieberater, hab ich auf einmal eine Menge über energetische Sanierung und Fördermittel gelernt. Musste ich auch. Das ganze Zeug muss ja irgendwie verständlich auf die Seite.
Das ist viel Vorlauf, ja. Aber jede Stunde, die hier reingeht, spart dir später Nacharbeit. Erst muss alles sauber klar sein, dann wird gebaut. Das Bauen ist kein kleiner Teil, aber am Ende der leichtere. Damit ich dich kennenlerne, kriegst du vorab meinen Fragebogen und schreibst ein paar Zeilen über dich, so wie du redest. Wie es danach weitergeht, steht im Ablauf.
Diese Arbeit steckt in jedem Angebot für eine individuelle Website, egal bei wem: Konzept, Design, Texte, Entwicklung, SEO-Grundlagen und die Abstimmung mit dir. Ist ein Angebot auffällig günstig, frag nach, welcher dieser Teile fehlt.
Was den Preis bewegt
Das Paket ist der Boden. Was obendrauf kommt, hängt an ein paar Fragen. Ich nehm hier meine eigenen Preise als Beispiel, weil ich die kenne.
Wie viele Seiten brauchst du?
Jede Seite braucht Inhalt, ein eigenes Layout und am besten einen eigenen Suchbegriff, über den sie gefunden werden soll. Deshalb machen Seiten beim Preis den größten Unterschied. In meiner Firmenwebsite sind 5 Seiten drin, jede weitere kostet 350 €. Ob dir auch eine einzige Seite reicht, steht in Onepager oder mehrere Seiten.
Wer schreibt die Texte?
Texte werden gern unterschätzt. Eine Seite muss erklären, was du machst, und zwar mit den Wörtern, die deine Kunden bei Google eintippen. Bis das sitzt, dauert's. Schreibst du selbst, kostet es dich Zeit. Schreib ich, kostet es 200 € pro Seite, beim Onepager 600 €.
Gibt's schon ein Logo?
Wer bei null startet, braucht oft mehr als eine Website. Ein Logo kostet bei mir ab 900 €, Logo plus kleines Corporate Design mit Farben, Schriften und Vorlagen ab 1.900 €. Hast du schon eins, fällt der Posten weg.
Willst du selbst pflegen?
Mit einem Blog oder CMS änderst du Texte und Bilder selbst. Das kostet bei mir 1.400 € extra. Ohne CMS sagst du mir Bescheid, und ich änder's für 120 € die Stunde. Rechne kurz nach: Für den Preis des CMS kriegst du rund 12 Stunden Änderungen. Tut sich auf deiner Seite nur ein paarmal im Jahr was, reicht das lange.
Funktionen und Sprachen
Eine Online-Buchung, ein Rechner oder ein besonderes Formular kostet je ab 500 €, je nachdem, wie viel dahintersteckt. Eine zweite Sprache schlägt mit 30 % zu Buche, weil jede Seite und jeder Text doppelt gebraucht wird.
Was du selbst mitbringst
Echte Fotos von dir. Hast du keine guten, plan ein eigenes Budget für ein Shooting ein. Ein Stockfoto vom lachenden Team im Großraumbüro erzählt nix über dich.
Drei Beispielrechnungen
So sieht das im Kostenrechner aus. Links steht die Summe der Ab-Preise, rechts die Obergrenze der Spanne, die 35 % darüber liegt.
| Projekt | Spanne |
|---|---|
| Onepager, deine Texte | 2.900 € bis 3.900 € |
| Firmenwebsite mit 5 Seiten, Texte von mir und Logo | 6.800 € bis 9.200 € |
| Website mit 8 Seiten und CMS, deine Texte | 7.350 € bis 9.900 € |
Wo du in der Spanne landest, hängt an Details, die erst im Gespräch rauskommen: wie viele Abschnitte eine Seite braucht, wie aufwendig ein Formular ist, wie viel Material schon da ist. Das sind Richtwerte. Den festen Preis kriegst du nach dem Erstgespräch.
Zwei Projekte, zwei Budgets
Wie unterschiedlich man ein Budget einsetzen kann, zeigen zwei meiner Kunden. Beide standen bei null.
Carsten Kien hatte nach 20 Jahren in der Automobilbranche gerade seinen Job hingeschmissen und sich als Coach selbstständig gemacht. Kein Auftritt, kein Logo, keine Marke. Für mich war das Arbeiten auf der grünen Wiese: nix Altes, auf das ich Rücksicht nehmen musste, und viel Raum zum Ausprobieren. Erst kam eine ausführliche Discovery, wer er ist und wen er erreichen will. Dann Marke, Logo, Farben, Sprache und Website aus einem Guss. Das ist die volle Packung, und die kostet mehr, weil Logo und Corporate Design dazukommen. Dafür steht seine Seite jetzt auf einer eigenen Marke. Wie das aussieht, zeigt die Fallstudie zu Carsten Kien Coaching.
Christoph Brünnet stand mit seiner Energieberatung ebenfalls ganz am Anfang. Bei ihm haben wir ein kleineres Budget angesetzt und das Beste rausgeholt. Das Logo blieb bewusst schlank, dafür ging das Geld dahin, wo es für seine Kunden zählt: in ein ausführliches FAQ, das die typischen Fragen zu Sanierung und Förderung vorwegnimmt, und in Kontakt mit einem Klick. Ein kleines Extra konnte ich mir trotzdem nicht verkneifen: den Verlauf, der beim Scrollen durch die Seite läuft. Heute schreibt Christoph: „Viele meiner Kunden finden mich mittlerweile über Google.“ Mehr dazu in der Fallstudie Webdesign für Energieberater.
„Und was kostet das im Monat?“
Eine fertige Website läuft nicht ganz umsonst. Ein paar Posten kommen bei jeder Seite dazu, egal, wer sie gebaut hat:
- Hosting, also der Server, auf dem deine Seite liegt.
- Domain, deine Adresse im Netz.
- Wartung, wenn deine Seite auf einem System mit Plugins läuft, die regelmäßig Updates brauchen.
- Änderungen, sobald sich bei dir was tut: neue Leistung, neue Preise, neues Foto.
Was Hosting und Domain kosten, hängt vom Anbieter und vom Tarif ab. Wichtig ist, dass beides auf deinen Namen läuft. Dann gehört es dir, und du bist von niemandem abhängig, auch nicht von mir.
Manche Webdesigner bieten dafür Pakete mit Monatsgebühr an, in denen Hosting, Updates und kleine Änderungen stecken. Das kann praktisch sein, wenn sich auf deiner Seite ständig was tut. Vergleichst du so ein Angebot, rechne über drei oder fünf Jahre, nicht nur den ersten Monat.
Bei mir gibt's kein Abo. Brauchst du nach dem Launch was, sagst du Bescheid, und ich mach's auf Zuruf für 120 € die Stunde, kleine Sachen vorab zum Festpreis. Du zahlst also nur, wenn du was brauchst.
„Der Baukasten kostet doch nur ein paar Euro im Monat.“
Das Abo, ja. Was auf keiner Preisseite steht, ist deine Zeit. Struktur überlegen, Texte schreiben, Bilder aussuchen und alles zusammensetzen machst du selbst.
Und ein Baukasten nimmt dir das Gestalten nicht ab, er verlegt es nur in Menüs. Abstände, Schriftgrößen, Spalten, wie ein Abschnitt auf dem Handy umbricht: Das sind dieselben Fragen, die ich im Code mit HTML und CSS löse. Im Baukasten stecken sie hinter Reglern und Panels. Manche Einstellung gilt für die ganze Seite, manche nur für ein Element, und manches findest du erst nach längerem Suchen. Die Handy-Ansicht musst du trotzdem prüfen und oft von Hand nachziehen. So ein Werkzeug richtig zu beherrschen, dauert, wie bei Photoshop auch. Und was du dir da mühsam beibringst, funktioniert genau in diesem einen Baukasten. Du siehst zwar sofort, was auf der Seite landet. Das gaukelt Einfachheit vor. Einfacher wird's dadurch nicht, eher im Gegenteil.
Auf den Code, den der Baukasten ausliefert, hast du außerdem keinen Einfluss. Wie schnell deine Seite lädt, entscheidet zum großen Teil der Anbieter. Und der baut für alle, nicht für dich.
Ich bin kein Fan, das merkst du. Wenn du aber einfach irgendwo erreichbar sein willst und dir der Auftritt nicht so wichtig ist, ist ein Baukasten trotzdem eine legitime Wahl. Wann er reicht und wann nicht, steht ausführlich im Vergleich Baukasten oder Webdesigner.
„Mein Neffe macht das für 500 Euro.“
Dann sag ich: Ja, dann mach. Ich hab selbst mal so angefangen und Websites für 500 Euro gebaut. Irgendwo muss man anfangen, und für manches Projekt reicht das auch.
Rechne nur kurz mit: Für 500 Euro bleibt kaum Zeit für die Arbeit, die vor dem Bauen kommt. Konzept, Texte und das Einarbeiten in dein Thema bringst du dann selbst mit, oder sie fallen weg.
Und achte auf eins: Domain und Hosting gehören auf deinen Namen. Dann bleibt die Seite deine, auch wenn der Neffe irgendwann keine Zeit mehr hat.
Woran du ein faires Angebot erkennst
Egal, ob du am Ende bei mir landest oder woanders: Mit diesen Fragen vergleichst du Angebote, ohne Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
- Netto oder brutto? Steht da „zzgl. MwSt.“, kommen noch 19 % drauf. Bist du selbst umsatzsteuerpflichtig, holst du dir die Steuer als Vorsteuer zurück, dann zählt für dich der Nettopreis. Meine Preise sind Endpreise, weil ich als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer berechne.
- Was ist drin? Konzept, Texte, SEO-Grundlagen, Korrekturrunden. Ein günstiger Preis ohne Texte wird teuer, wenn du die Texte hinterher extra einkaufst.
- Was kommt jeden Monat dazu? Abo, Wartung, Lizenzen für Themes oder Plugins.
- Auf wessen Namen laufen Domain und Hosting? Am besten auf deinen.
- Was kosten Änderungen später? Stundensatz, Festpreis oder nur im Paket?
Und jetzt?
Rechne dir im Kostenrechner deine eigene Spanne aus, das dauert ein paar Minuten. Alle Pakete stehen bei den Webdesign-Preisen, und was in einer Firmenwebsite steckt, unter Website erstellen lassen. Und wenn du lieber redest: Schreib mir für ein kostenloses Erstgespräch. Dann schauen wir mal, wat du brauchst.